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20070627
Partnerschaft Schleswig-Holstein/Syddanmark:
Carstensen und Holst bringen die Zusammenarbeit voran
Südschleswigscher Wählerverband Pressemitteilung Nr. 105/2007
Kiel, 27-06-2007
Zum heute von Ministerpräsident Carstensen und Regionsratsvorsitzenden Carl Holst in Haithabu unterzeichneten Partnerschaftsabkommen zwischen dem Land Schleswig-Holstein und der Region Syddanmark erklärt die Vorsitzende des SSW im Landtag, Anke Spoorendonk:
„Das 2001 unterzeichnete Kooperationsabkommen zwischen Heide Simonis und Carl Holst hat so gut wie keine praktische Konsequenzen gehabt. Deshalb begrüßt der SSW, dass die neue Vereinbarung auf regelmäßige Kontakte aufbaut und konkrete Aufgaben anpacken will. Damit haben Schleswig-Holstein und Syddanmark die grenzüberschreitende Zusammenarbeit heute ein entscheidendes Stück vorangebracht.
Besonders freut uns, dass beide Partner in ihrem Abkommen ausdrücklich die besondere Rolle der Minderheiten als Brückenbauer im Grenzland würdigen. Dieser besonderen Herausforderung wollen wir uns auch in Zukunft gern stellen.
Kritisch sieht der SSW allerdings, dass die Zusammenarbeit ausdrücklich von vornherein auf Bereiche konzentriert wird, in denen die EU oder die nationalen Regierungen Projekte fördern. Dadurch besteht nicht nur die Gefahr, dass die gemeinsame Arbeit an den wirklichen Bedürfnissen im Grenzland vorbeigeht, weil die Projektinhalte in Brüssel, Berlin oder Kopenhagen bestimmt werden.
Die Konzentration auf Projektförderung stellt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit ganz allgemein auf tönerne Füße, weil Projekte grundsätzlich zeitlich begrenzt sind. Wenn wichtige regionale Projekte nicht verstetigt werden, dann brechen alle Jahre wichtige Säulen der deutsch-dänischen Zusammenarbeit wieder weg und neue Projekte müssen von Grund auf eingerichtet werden. Dadurch wird die grenzüberschreitende Zusammenarbeit immer wieder zurückgeworfen werden, wie aktuell das Beispiel von GRAMARK zeigt.“
20070625
EU-Vertrag statt EU-Verfassung: Schwacher Kompromiss?!
FUEV-Vizepräsidentin Martha Stocker fordert: Grundrechtecharta muss in jedem Fall beibehalten werden
Die Vizepräsidentin der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen FUEV, Frau Dr. Martha Stocker, ist darüber verwundert, dass in einem EU-Verfassungsvertrag, der die Zukunftsweichen für 450 Millionen EU-Bürgerinnen enthalten soll, in Erwägung gezogen wird, die Grundrechtecharta aus dem Entwurf herauszunehmen bzw. die Rechtsverbindlichkeit dieser Grundrechte in Frage zustellen. Auch wenn ein abgespeckter EU-Verfassungsvertrag der einzige Weg ist, die EU-Verfassung zu retten, so dürfen doch nicht gerade die wichtigen Teile gestrichen werden, ist Stocker empört. Denn damit ginge auch der Artikel, die Minderheiten und somit die SüdtirolerInnen betreffend, verloren: „Wie auch immer sich die Europäische Verfassungsfrage lösen wird auf eines darf keinesfalls vergessen werden: dass ‚die Werte, auf die sich die Union gründet’ die Wahrung ‚der Rechte der Personen, die Minderheiten angehören’ mit einschließt.“
Bereits im März hatte Stocker zusammen mit SVP-Parteiobmann anlässlich des 50jährigen EU-Jubiläums in einem Schreiben an die EU-Ratspräsidentin und Bundeskanzlerin Angela Merkel geschrieben, mit der Aufforderung „Platz für eine Erwähnung der zahllosen Minderheiten Europas zu finden und dass dabei auch klar auf die ethnischen Minderheiten verwiesen wird. Aus ihnen gewinnt Europa seinen Charakter und Reichtum. Und aus ihrem Schutz gewinnt die EU einen ihrer Grundwerte“.
Die Bundeskanzlerin hatte in Ihrem Antwortschreiben versichert, dass sich „die Bundesregierung im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft mit Nachdruck dafür einsetzen wird, den Verfassungsprozess wieder in Ganz zu bringen“, auch deshalb, da „erstmalig in der Geschichte der EU die Recht der Minderheiten garantiert werde“, und zwar im Art. 1-2 des EU-Verfassungsentwurfs, wo der Schutz von Minderheiten ausdrücklich anerkannt wird.
In den Augen Stockers ist es verständlich, dass ein supranationales Gebilde, wie es die EU ist, genügend Zeit und Diskussion braucht, um die Ausrichtung über ihre Grundwerte und Aufgaben festzulegen. Doch in dieser Diskussion darüber darf kein Platz für Kuhhandel sein, wie er derzeit von einigen Mitgliedsstaaten betrieben wird und wo man Gefahr läuft, die verbindenden, grundlegenden Ziele aus den Augen zu verlieren. Denn wenn wir von Minderheitenschutz in Europa reden, dann betrifft dies immerhin jede/n 7. Europäer/in.
20070625
Consultative Committee of Turkish Minority of Western Thrace condemns
attacks against persons who belong the Turkish minority
The Consultative Committee of Turkish Minority of Western Thrace, in the meeting held on 23rd June 2007, evaluated the articles that include menacing and targeting remarks of the newspaper "Stohos" in its edition dated 14th June 2007 against MP Ilhan Ahmet, who is the only representative of the minority in the parliament, and some other members of minority. Furthermore, in the same meeting, the attack by a police officer against Mr. Cengiz Omer, chief editor of a minority newspaper called "Millet", and his family, on the sole ground that he blocked a street temporarily by his car to take his mother from a hospital to her home, in Ksanthi on 10th June 2007 was discussed.
The Consultative Committee of Turkish Minority of Western Thrace severely condemns such kinds of violent attacks that threaten the peace, order, trust and freedom in the region and hopes that such distressing acts will not happen again.
20070620
SSW fordert Aktionsplan für Dänisch
Südschleswigscher Wählerverband Pressemitteilung Nr. 103/2007
Kiel, 20-06-2007
Der SSW fordert von der Landesregierung bis zum Herbst einen Aktionsplan für mehr Dänisch-Unterricht in Schleswig-Holstein. Einen entsprechenden Antrag soll der Landtag in drei Wochen beraten. „Dänisch-Kenntnisse sind die Eintrittskarte zu neuen Job-Chancen auf dem dänischen Arbeitsmarkt. Bisher tut das Land aber nicht genug dafür, dass Kinder und Erwachsene im Norden Dänisch lernen können“, begründet die Vorsitzende des SSW im Landtag, Anke Spoorendonk, ihre Forderung.
„Obwohl der dänische Arbeitmarkt maßgeblich zum Abbau der Arbeitslosigkeit in Schleswig-Holstein beiträgt, ist der Dänisch-Unterricht für die Mehrheitsbevölkerung im Landesteil Schleswig bisher nur sehr lückenhaft ausgebaut worden. In der Erwachsenenbildung halten die Kapazitäten kaum der stark gestiegenen Nachfrage stand, während der Dänisch-Unterricht in Schulen und Kindergärten auf niedrigem Niveau stagniert und teilweise sogar rückläufig ist. Deshalb muss die Landesregierung ein Konzept dafür entwickeln, wie der Dänisch-Unterricht insgesamt ausgebaut werden kann.
Es ist das erklärte Ziel dieser Landesregierung, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und den grenzüberschreitenden Arbeitmarkt weiter voranzubringen. Dafür muss die Landesregierung sowohl das Unterrichtsangebot in öffentlichen Schulen, Berufsschulen und Kindergärten sowie an Volkshochschulen erweitern. Außerdem muss sie die Hochschulausbildung von Dänisch-Lehrern stärken, denn es kommt heute schon zu Engpässen, weil nicht genug Lehrkräfte zur Verfügung stehen. Dies gilt in besonderem Maße an Berufsschulen, wo kaum fachspezifisches Dänisch unterrichtet werden kann, obwohl die Kenntnis der dänischen Fachbegriffe die Chancen der jungen Menschen auf dem dänischen Arbeitsmarkt erheblich steigert.
Die gegenseitige Beherrschung der deutschen und der dänischen Sprache ist eine Voraussetzung dafür, dass wir im deutsch-dänischen Grenzland enger zusammen leben und arbeiten können. Deshalb fordert der SSW von der Landesregierung bis September 2007 einen Aktionsplan, der darlegt, wie der Dänisch-Unterricht für die Mehrheitsbevölkerung bis 2010 ausgebaut werden soll. Langfristig muss es unser Ziel sein, dass alle Kinder und Jugendliche im Landesteil Schleswig die Möglichkeit haben, Dänisch zu lernen. Dafür reicht das Angebot aber bei weitem noch nicht aus.“
Den heute eingebrachten Landtags-Antrag des SSW finden sie auf der Homepage www.ssw.de unter Presseservice
Südschleswigscher Wählerverband im Schleswig-Holsteinischen Landtag
Lars Erik Bethge, Pressesprecher • Düsternbrooker Weg 70 • 24105 Kiel • Tel. 0431/988 1383
Mobil 0171/1922 464 • lars.bethge@ssw.de • www.ssw.ltsh.de
20070618
The President of the EU-parliament stresses the importance of minority protection
EU-Parlamentspräsident unterstreicht die Bedeutung des Minderheitenschutzes
On the occasion of the introduction of a compendium on the "international sources of national and ethnic minority rights" the president of the EU-Parliament, Hans Georg Pöttering (EVP), stressed the central role of the protection of minorities in the work of the European Parliament and he also distinctly praised the important task, which is managed by the Intergroup for national minorities in the EU-Parliament.
Further information about the speech of the President of the EU-parliament
The FUEN argues for a quick solution for Kosovo
FUEV spricht sich für schnelle Kosovo-Lösung aus
There is still no solution for the future status of Kosovo in sight. Also, at the recently ended so-called G8-summit in Heiligendamm, there was no answer to the question of what is to happen with the Serbian province Kosovo. The president of the FUEN, Hans Heinrich Hansen, emphasizes the conclusions on this subject in the passed resolution from the delegate meeting of the FUEN in Tallinn: "We expressly urge the world community to make a decision in the EU-Security Council which meets the expectations for the future of all populations in Kosovo, based on the Athisaari-plan."
Further information about Kosovo
The EU is urged to support a lasting language policy
EU wird aufgefordert sich für eine nachhaltige Sprachenpolitik einzusetzen
The Federal Union of European Nationalities has unanimously decided to further support the, in some cases, endangered little- and less spoken languages in Europe at the delegate meeting in Tallinn, by making them a major theme during the next 12 months. Among other things, the lack of a language policy in the European Union for precisely these little and less spoken languages in Europe is criticized in a resolution. The EU-Commission is urged expressly, in conjunction with the little and less spoken languages, to develop a strategy for the protection and promotion of this important cultural heritage of the EU.
Further information about language policy
Education remains a theme for the FUEN
Bildung bleibt weiter Thema bei der FUEV
The FUEN-Congress in Tallinn was held in the name of the fundamental right to education. Here, the first fundamental right of the Charter of the autochthonous, national minorities/people in Europe was passed. Based on the ground work laid on the theme of education this theme will now be investigated from the perspective of the specific situation in the German-Danish border area at a conference in Flensburg, within the framework of the European Minority Marathon which will be held there.
Further Information about the right to education
20070606
The Armãn Community from Romania:
»A single desire, a single will, a single way!«
Over 1500 delegates of The Armãn Community from Romania (out of over 6500 members) went to Bucharest on 23th of May to support the Armãn language under the slogan „ Armãns: A single desire, a single will, a single way!”(Armãnji: Unã minduiari, unâ vreari, unã cali!”). People came from all over Romania to defend their language: Bucharest, Constanta, Tulcea, Slobozia, Calarasi, Timisoara.
The celebration started with a meeting in Victoriei Square, in front of the Government’s building. The event continued with General Assembly of the Armãn Community from Romania, at the Parliament Palace Alexandru Ioan Cuza Hall. A Resolution was adopted on this occasion by which The Armãn Community from Romania express his decision to notify all the European institutions regarding the failure to recognize the national minority status of the Armãns. Representatives of Armãns from abroad (France, Bulgaria, Greece, FYROM) as well as official guests attended the event.
People from all ages were in attendance, children, teenagers, adults and pensioners acting to show the vitality of the Armãn language and how strongly speakers feel about future language development.
The representatives spoked about developing Armãn culture in every domain of society: in the media, in education and in public life. In order to reach these aims, the speakers demanded that the Romanian government must begin by registering the Armãns de jure as national minority and by respecting the Recommendation 1333 issued by the Parliament Assembly of the European Council.
20070524
52nd FUEN Congress brought to a successful close
52nd FUEN Congress brought to a successful close The Federal Union of European Nationalities (FUEN) ended its 52nd annual congress in Tallinn successfully. With 100% of the votes, former vice-president Hans Heinrich Hansen, German from Nordschleswig / Denmark was elected as the new president of the Union of autochthonous national minorities. As vice-presidents Heinrich Schultz from the Danish minority in Sydslesvig / Germany; Jurij Brankack, Sorb from Lusatia; Zlatka Gieler, Burgenland Croat; Martha Stocker, German from South Tyrol; Andrea Rassel, Rhaetian from Switzerland and John Cutcliffe, Cornishman from Great Britain.
The highlight in regard to the content was the adoption of the elaboration of the first fundamental right from the Charter for the autochthonous national minorities in Europe. The Charter was adopted as FUEN's document on principles in Bautzen/Budysin in 2006. The presidium decided that every year one of the fundamental rights from the Charter will be worked out in detail. In Tallinn the delegates adopted the first fundamental right, the right to education, unanimously. As the keynote speaker, Oliver Paasch, Minister for Education and Scientific Research of the German-speaking Community in Belgium had the opportunity to have a look at the situation of education in Belgium and in Europe and to relate this to the situation of the minorities of Europe just now he represents Belgium in the Council of Education Ministers. "I congratulate FUEN with their education compendium and we are willing to support this important subject for the minorities further on with our possibilities", according to the Minister from Eupen in his speech in Tallinn. Another highlight of the congress was the farewell celebration for president Romedi Arquint, who was praised for his work and his merits for the development of FUEN in a very personal speech by his successor Hans Heinrich Hansen. In an address Romedi Arquint looked at the current situation of the minorities in Europe and allowed himself to read into the future.
The Assembly of Delegates of FUEN adopted nine resolutions. Amongst other subjects the Assembly spoke out in favour of the Ahtisaari-proposal for the future status of Kosovo and in a statement it demanded from the European Union the development of a sustainable language policy for the small and smallest languages of Europe.
The sometimes difficult situation of the minorities in Estonia and the recent violent conflicts around the relocation of a war memorial in Tallinn was discussed vividly and just before the congress a roundtable discussion with representatives of minorities, government and FUEN was organised. "It is good that problems can also be discussed in a emotional way the issue of minorities in Estonia is very complex. There are no simple answers to the many questions. FUEN is the right organisation to moderate such discussions it is good that with the participation of the responsible minister Urve Palo and the representatives of the minorities it is possible to hear both sides. The congress has been a great success and I think we have made an important step to the further development of our organisation towards being a powerful advocate for the autochthonous minorities of Europe", the new president Hans Heinrich Hansen stated at the end of the congress.
Several documents of the FUEN-congress are available at the homepage of the Federal Union of European Nationalities.
20070516
FUEV wählt in Tallinn einen neuen Präsidenten
Wenn am Donnerstag, den 17. Mai, der 52. Jahreskongress der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen (FUEV) beginnt, erwartet die rund 150 Delegierten aus 28 Ländern Europas drei intensive Tage mit einer breiten Palette an Minderheitenthemen. Unter anderem wird die nach den Wahlen in Estland kürzlich ernannte Ministerin für Bevölkerung und Ethnische Angelegenheiten, Frau Urve Palo, sowie der Bürgermeister der Stadt Tallinn, Edgar Savisaar, das Wort an die Gäste richten. Die Delegierten sind darüber hinaus zu einem offiziellen Empfang der Stadt Tallinn ins Rathaus eingeladen.
Der größte Dachverband der autochthonen, nationalen Minderheiten / Volksgruppen Europas die FUEV - hat bereits vor zwei Jahren von den Minderheiten des „Runden Tisches" in Estland und der Regierung die Einladung nach Tallinn erhalten. Die aktuellen Ereignisse mit den zum Teil gewaltsamen Ausschreitungen zwischen Demonstranten, die der russischen Bevölkerungsgruppe angehören und estnischen Sicherheitskräften, haben dem Kongress einen besonders aktuellen Anlass verliehen. Die FUEV hat in einer Stellungnahme die Situation kommentiert und zum „Dialog ohne Gewalt" aufgefordert.
Einen Tag bevor der Kongress beginnt, findet eine Diskussionsveranstaltung zwischen Minderheitenvertretern, Regierungsvertretern und Vertretern der FUEV statt. In diesem Forum wird die Situation der Minderheiten in Estland diskutiert.
Intern steht der FUEV eine Neuwahl des Präsidiums bevor. Der Rätoromane Romedi Arquint scheidet satzungsgemäß nach 11 Jahren als Präsident der FUEV aus. Aus diesem Anlass begeht die FUEV am Donnerstag seine Verabschiedung. Als Nachfolger für den Präsidentenposten kandidiert Hans Heinrich Hansen, deutscher Nordschleswiger aus Dänemark. Für die fünf Vizepräsidentenposten stehen sieben Kandidaten zur Verfügung.
Inhaltlich steht - in Anknüpfung an die 2006 in Bautzen / Budysin verabschiedete Charta der autochthonen, nationalen Minderheiten / Volksgruppen in Europa - die Qualifizierung des Grundrechts auf Bildung im Mittelpunkt. Die FUEV hat entschieden, jedes Jahr eines der Grundrechte der Charta mit Blick auf die Minderheiten zu betrachten den Anfang macht die Bildung als besondere Herausforderung für das 21. Jahrhundert. Die Schirmherrschaft für den Bildungsschwerpunkt hat der Minister für Unterricht und wissenschaftliche Forschung der Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien, Oliver Paasch, übernommen der ein Grundsatzreferat zum Grundrecht auf Bildung in Tallinn halten wird.
Darüber hinaus wird der Stand des „Civil Society Dialoge" des FUEV-Beirates vorgestellt und die Jugend Europäischer Volksgruppen (JEV) wird über ihre Aktivitäten berichten.
20070511
EU-Kommissar musste sich kritische Fragen gefallen lassen
Parlament drängt auf besseren Schutz der Minderheitensprachen in Europa
Seien sie mutig sie könnten ein Pionier werden. Das Parlament wird sie unterstützen.“ Mit einem Appell des Präsidenten der Intergruppe für traditionelle, nationale Minderheiten des Europäischen Parlaments, Csaba Tabajdi, schloss das erste Treffen zwischen dem neuen EU-Kommissar für Mehrsprachigkeit Leonard Orban und den Mitgliedern der Intergruppe in Brüssel, an dem die FUEV und JEV durch ihren Gemeinsamen Beauftragten Jan Diedrichsen vertreten war. Der Aufruf zielte darauf ab, den EU-Kommissar darauf einzuschwören, sich als pro-aktiver Fürsprecher für die Regional- und Minderheitensprachen in Europa zu verstehen und sich somit für die Förderung der autochthonen Minderheiten / Volksgruppen in Europa im Allgemeinen stark zu machen. Im Vorfeld der Etablierung des neuen Kommissarressorts für Mehrsprachigkeit war argumentiert worden, man müsse das Portefeuille um den Aufgabenbereich der Minderheiten erweitern, Mehrsprachigkeit sei nicht ausreichend diese Idee wurde aber zum Bedauern der Minderheiten in Europa wieder fallen gelassen.
„Bei meinem Amtsantritt haben viele Beobachter kritisch angemerkt ich würde ein Portefeuille Light erhalten gar nur eine Halbtagstelle antreten. Ich versichere ihnen, dass ich in den letzten vier Monaten genug zu tun hatte,“ so Orban, der die grundlegenden Prioritäten seiner Amtsführung erläuterte. Unter anderem kündigte er an, dass 2008 eine neue „nachhaltige Strategie“ für Mehrsprachigkeit vorgelegt wird. 2005 wurde von dem EU-Kommissar Jan Figel´ eine „Mitteilung der Kommission zur Mehrsprachigkeit“ vorgestellt.
Orban machte gegenüber den Parlamentariern deutlich, dass alle Sprachen inklusive der Minderheitensprachen „die über 60 Sprachen die in Europa gesprochen werden“ gleichwertig seien. Er ging auf den kulturellen Mehrwert und die wirtschaftliche Bedeutung der Mehrsprachigkeit ein. Die Minderheitenexperten des Parlaments gingen im Ton verbindlich in der Sache aber deutlich vor. Die Abgeordnete Kinga Gal machte den Kommissar auf Widersprüche in seiner Argumentation aufmerksam er spreche über die Bedeutung der Minderheitensprachen als Grundlage der Europäischen Union wenn aber konkrete Dinge beim Namen genannt werden, zöge man sich sofort zurück, um auf die nationale Zuständigkeit und das Subsidaritätsprinzip zu verweisen.
Die Abgeordnete Edit Bauer wurde noch deutlicher. „Es ist nicht das Fremdsprachenlernen und das Erlernen von Chinesisch für das wir uns einsetzen. Wir müssen die Sprachvielfalt in Europa bewahren. Es ist oftmals sehr frustrierend, wenn man immer wieder nur von den großen Sprachen und deren Bedeutung für die Wirtschaft hören und die Regional- und Minderheitensprachen dabei unter gehen.
Spannend wurde es auch, als der Vorsitzende Csaba Tabajdi die Empfehlung des Parlaments den sog. Ebner Bericht zur Sprache brachte und deutlich machte, dass der Bericht weiterhin die Basis der Forderungen des Parlaments im Bereich der Regional- und Minderheitensprachen darstellen. „Warum setzen sie die Forderungen nicht um, Herr Kommissar“, fragte der Vorsitzende der Intergruppe. Der Kommissar antwortete, dass de facto alle Forderungen erfüllt seien, bis auf zwei. Nämlich die Forderung nach einer eigenständigen Agentur und eines eigenen Förderprogramms für die Regional- oder Minderheitensprachen. Als der Kommissar erklärte, dass die noch von der EU-Kommissarin Vivian Reding in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie über die beste Lösung für die Sprachenförderung sich „deutlich für die Stärkung der bestehenden Netzwerke“ und gegen eine Agentur ausgesprochen hatte ging ein leichtes Raunen durch den Saal einige Abgeordnete hatten die Konklusionen dieser Studie wohl anders in Erinnerung. Orban machte deutlich, dass es keine Agentur geben wird und dass ihm in Sachen eigener Haushaltslinie zur direkten Förderung der Regional- und Minderheitensprachen durch eine höchstrichterliche Entscheidung die Hände gebunden seien, die eine direkte Haushaltsline aus formaljuristischen Gründen abgelehnt hatten. Dies wiederum brachte den Abgeordneten Henrik Lax auf den Plan, der daran erinnerte, dass das Urteil eine Tatsache sei, aber das dies nicht auf ewige Zeiten die Kommission daran hindere, eine rechtliche Basis zur direkten finanziellen Unterstützung der Regional- und Minderheitensprachen zu schaffen.
Leonard Orban hob das integrierte Programm Lebenslanges Lernen hervor das nun allen Minderheitensprachen den Zugang zu den verschiedenen Fördermaßnahmen eröffne. „Wir haben eine Übersicht erstellt, wie viele Projekte von Minderheiten und Regionalsprachen durch die Kommission in den vergangenen Jahren gefördert wurden“, so Orban. Er hob hervor, dass es wichtig sei konkrete, gute Projekte zu Fördern vor allem aber gute Beispiele (good practice) im Minderheitensprachbereich zu verbreiten „es gibt in Europa so viele gute Ansätze lasst uns diese bekannt machen“, warb Orban.
Deutlich wurde bei der Diskussion in der Intergruppe, dass bei der Beschäftigung mit den „Sprachen der nationalen Minderheiten, der Regionalsprachen und weniger gebrauchte Sprachen“ (diese Formulierung wählte der neue EU-Kommissar Orban) sehr viele unterschiedliche Interessen einhergehen. Von den Katalanen, die mit sieben Millionen Sprechern in zwei Ländern vertreten die Katalanisch als EU-Amtsprache fordern, wofür der katalanische Abgeordnete Bernat Joan i Mari sich einsetzte - bis zu den Esten, vertreten durch die Abgeordnete Katrin Saks, die sich um die Weiterentwicklung ihrer Sprache mit rund einer Million Sprechern bemüht und zu Guter letzt natürlich die Klein- und Kleinstsprachen Europas, die es noch schwerere haben Gehör zu finden und eigentlich am meisten Unterstützung brauchen, um ihre Existenz zu sichern.
20070509
FUEN's annual congress takes place in Tallinn
Call for dialogue between minority and majority
With great concern the board of the Federal Union of European Nationalities - in brief FUEN - takes note of the conflicts in the Estonian capital Tallinn and the tensions between the Estonian majority population and the Russian minority. FUEN condemns any kind of violent protest and follows the appeal of the EU-presidency and calls for de-escalation of the conflict.
FUEN will organise its 52nd annual congress in Tallinn from 16th until 20th May. Around 150 guests from 25 countries in Europe are expected to come to the Estonian capital. The congress takes place on invitation of the Estonian government and the "Round Table" of the minorities in Estonia, which already two years before invited the largest umbrella organisation of European minorities to the capital of this Baltic state.
Just before the congress FUEN will have a plenary discussion with representatives of the minorities in Estonia and with representatives from the Estonian government, to discuss the problems of the country in direct dialogue and to mediate if needed.
The conflicts in Estonia have made headlines in the European news media in the past days. The Russian population, which constitutes about 25-28 percent of the total population, protested fiercely against the relocation of a Soviet warrior memorial for the liberation of Estonia by the Red Army from the city centre to a cemetery. It led to street riots between demonstrators and the Estonian security forces, in which one person was killed and several hundreds of people were injured. Following the riots a diplomatic crisis developed between Estonia and Russia which culminated in an attack by young hooligans on the Estonian embassy and ambassador. At this moment the signals are towards relaxation, but one looks with anxiety towards 9 May - at this day the liberation from Nazi-Germany is celebrated. For this day again violent excesses are expected.
"An organisation working for the interests of the autochthonous national minorities in Europe, FUEN already since 1949 has been familiar with the conflicts between minorities and majorities. The experience shows us that it is perfectly possible to live in peace with each other - even if it is sometimes necessary to work hard. There are enough possibilities for this. It has taken more than 80 years before the Germans and Danish were able to conciliate - several hundred kilometres away, also at the Baltic Sea, the Estonians and Russians oppose each other. Also in the German-Danish border region there monuments have been blown up or relocated in history and there has been violence. One thing is certain, only with dialogue between minority and majority difficulties can be overcome, so can be learnt by experiences from Europe", according to the board of FUEN in the run-up to the congress.
20070509
Friisk Foriining mit guter Altersstruktur - Jörgen Jensen Hahn wieder gewählt
“Wir sind gut aufgestellt für die Zukunft!" Das sagte der Vorsitzende Jörgen Jensen Hahn auf der diesjährigen Mitgliederversammlung der Friisk Foriining in Risum-Lindholm. Nachdem jüngst der westfriesische Jugendverband Frysk Ynternatsjonaal Kontakt und das Friesische Forum als Mitglieder aufgenommen werden konnten, sei man jetzt auch direkt mit den jungen Friesen in den Niederlanden und Ostfriesland verknüpft. “Das passt zum Profil unseres modernen Vereins," so Hahn weiter. Vor zwei Jahren hatte sich bereits der nordfriesische Jugendverband Rökefloose und der Radioverein Ffnr der Foriining angeschlossen.
Als Höhepunkte im abgelaufenen Jahr nannte der Vorsitzende die Sprachreise zu den Lausitzer Sorben, die friesische Herbsthochschule und die Familientage. Diese Vorhaben wurden ebenso wie die Arbeit des Jugend- und Kulturkonsulenten durch Projektmittel des Bundes gefördert. Aus Eigenmitteln und mit Sponsorenhilfe konnten als weitere Projekte zwei friesische CDs produziert und das wöchentlich zweistündige Webradio über das gesamte Jahr fortgeführt werden. Mit der Durchführung des dreitägigen “European Minority Film Festivals" wurde erfolgreich Neuland betreten.
Zum Abschluss seines Jahresberichts sprach sich Hahn für die Beibehaltung des Kreises Nordfriesland aus. Die Friisk Foriining lehnt bekanntermaßen die von der Landesregierung geplante Kreisgebietsreform in Schleswig-Holstein ab und fordert dazu auf, die überparteiliche Internet-Kampagne zur Erhaltung des Kreises Nordfriesland zu unterstützen. “Der Kreis steht allerdings auch in der Verantwortung, nach außen die Verbundenheit mit der friesischen Minderheit zu zeigen", ergänzte der SSW-Landtagsabgeordnete Lars Harms. Die Möglichkeiten, die das Friesisch-Gesetz bietet, könnten da eine gute Hilfe sein. Es wäre ein deutliches Zeichen, wenn der Kreis Nordfriesland auch zweisprachige Beschilderung im Husumer Kreishaus oder auch in den Krankenhäusern anbringen würde. In der Verwaltung sei ein zweisprachiger Briefkopf ebenso denkbar wie das Flaggen mit der friesischen Fahne. Eine so zum Ausdruck gebrachte Verbundenheit mit den Friesen könnte ein gutes Argument sein, den Kreis Nordfriesland zu bewahren.
Auf der Tagesordnung der Versammlung stand auch die Wahl des Vorstandes. Jörgen Jensen Hahn wird für weitere zwei Jahre den Verein anführen. Zu seinen Stellvertretern wählten die Mitglieder Ingwer Nommensen und Lars Harms.
20070503
General Assembly and Award of Journalism Prizes
MIDAS, the minority daily newspaper association is holding its annual General Assembly in Cluj/Kolozsvár/Klausenburg, 3-6 May, in Romania.
On Friday, 4 May the prestigious Midas and Otto von Habsburg Prizes will be awarded. The Midas and Otto von Habsburg Prize for Journalism in Minority Protection and Cultural Diversity in Europe were established in 2003. The Prizes are awarded to journalists of daily newspapers in Europe who have demonstrated a particular dedication to the reporting of minority protection and cultural diversity issues within the context of the European Integration.
The winner of the Midas Prize 2007 is Hatto Schmidt, journalist of the minority daily Dolomiten from South Tyrol. The last year's winner of the 1.000 Euro Midas Prize were Ainara Mendiola from the Basque Newspaper "Berria", Björn Mansson, journalist form the largest Swedish Newspaper in Finland "Hufvudstadsbladet", and Jan Diedrichsen, a journalist from "Der Nordschleswiger", the only German daily in Denmark.
Journalists, employed by a national daily newspaper in Europe, who promote in their daily work minority protection and cultural diversity and contribute to a better understanding of cultural and ethnic differences, fulfil the criteria for the 2.000 Euro Otto von Habsburg Prize. The journalists Reinhard Olt ("Frankfurter Allgemeine Zeitung", Germany), Gian Antonio Stella ("Corriere della Sera", Italy) and Ivan Zsolt Nagy ("Magyar Hirlap", Hungary) received the prize in the last years.
The prize winner 2007 is Ms Margaretha Kopeinig from the Austrian newspaper "Kurier". She will receive the prize from Otto von Habsburg personally, especially for the high standard of professionalism reporting on the German-Slovene bilingual toponomy discussion in Carinthia and her articles on European issues such as the European Constitution. For further information's: Günther Rautz g.rautz@eurac.edu Tel.+39-0471-055210 www.midas-press.org The European Association of Daily Newspapers in Minority and Regional Languages MIDAS was formed in the year 2001. 31 newspapers from Spain to Finland and Northern Ireland to Romania have already joined MIDAS, and the organization continues to grow.
he European Association of Daily Newspapers in Minority and Regional Languages MIDAS was formed in the year 2001. 31 newspapers from Spain to Finland and Northern Ireland to Romania have already joined MIDAS, and the organization continues to grow.
For further information's:
Günther Rautz
g.rautz@eurac.edu
Tel.+39-0471-055210
www.midas-press.org
20070427
Staatssekretär Maurus beim Nordfriesischen Institut:
Die Nordfriesen haben die richtigen Antworten
BREDSTEDT. Die Arbeit des Nordfriesischen Instituts hat der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Heinz Maurus, als ausgesprochen wertvoll für die Kulturlandschaft Schleswig-Holsteins bezeichnet. "Das Nordfriisk Instituut in Bredstedt ist ein exzellenter Kristallisationspunkt im friesischen Netzwerk und ein wichtiges kulturelles Kompetenzzentrum", sagte Maurus heute (28. April) auf der Mitgliederversammlung des Vereins Nordfriesisches Institut in Bredstedt (Kreis Nordfriesland). Maurus bescheinigte den Nordfriesen, die richtigen Antworten zu haben, wenn es um die Sorge vor einem Verlust der Heimat gehe - etwa in der Debatte um die Verwaltungsstrukturreform: "Nicht Behörden-Zuständigkeiten und Verwaltungsapparate stiften Identität, sondern die Natur und die Kultur in unserem Land zwischen den Meeren." Hier sei die Arbeit von Friesenrat, Nordfriesischem Institut und den vielen anderen friesischen Vereinen vorbildlich. "Die Nordfriesen pflegen ihre eigene Sprache und Kultur mit großem Selbstbewusstsein. Dies ist die richtige Antwort."
Verantwortlich für diesen Pressetext: Dr. Christian Hauck, Rüdiger Ewald
Düsternbrooker Weg 104, 24105 Kiel |Telefon 0431 988-1704 |Telefax 0431 988-1977
landesregierung@schleswig-holstein.de Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.landesregierung.schleswig-holstein.de
20070420
Dänemark unterstützt die Arbeit der FUEV mit 25.000 Euro
Die Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen, der größte Dachverband der autochthonen, nationalen Minderheiten / Volksgruppen in Europa, hat einen weiteren Förderer gewinnen können. Dänemark, in Persona des dänischen Unterrichtsministers Bertel Haarder (Venstre / Liberalen) hat mitgeteilt, dass man die Arbeit der FUEV für den Schutz und die Förderung der europäischen Minderheiten mit 25.000 Euro unterstützen wird.
„Das freut uns sehr das bringt uns in der Konsolidierung unserer Finanzen einen großen Schritt weiter; denn es ist kein Geheimnis, dass die FUEV, wie die meisten anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen und NGOs, an chronischem Geldmangel leidet. Nicht minder wichtig ist jedoch auch die politische Botschaft, die von dieser Förderungszusage ausgeht. Dänemark unterstreicht damit erneut, wie wichtig der europäische Minderheitenschutz ist und fördert diesen aktiv", erklärt Hans Heinrich Hansen, Deutscher Nordschleswiger aus Dänemark und Vizepräsident der FUEV.
Neben einen besonderen Dank an den Minister Haarder richtet Hansen auch ein Dank an die beiden Parlamentsabgeordneten Kim Andersen (Venstre / Liberalen) und Frode Sørensen (Sozialdemokratie), die sich mit anderen Folketingspolitikern gemeinsam für die Förderung der FUEV bei der Regierung stark gemacht haben. „Die FUEV hat von vielen Seiten Unterstützung erfahren. Dass zum Beispiel der dänische Grenzverein sich neben der deutschen und dänischen Minderheit in Kopenhagen sozusagen Schulter an Schulter für die Förderung der FUEV eingesetzt hat, zeigt auch die gute Entwicklung im Grenzland", so Hansen, der darauf verweist, dass der neue Sekretariatsleiter der deutschen Volksgruppe an Parlament und Regierung in Kopenhagen Jan Diedrichsen auch gleichzeitig gemeinsamer Beauftragter der FUEV und JEV ist. „Es würde uns daher natürlich sehr freuen, wenn sich Regierung und Parlament in Kopenhagen in Zukunft noch stärker als bisher für den europäischen Minderheitenschutz aktiv einsetzen werden, gemeinsam mit der FUEV", so Hansen, der darauf verweist, dass der Minderheitenschutz in der EU und in gesamt Europa eine starke und nachhaltige politische Stimme braucht. „Auch wenn sich vielerorts in Europa die Situation der Minderheiten verbessert haben mag ist es weiterhin ein stetiger friedlicher Kampf, um davon zu überzeugen, dass die europäischen Minderheiten und die damit verbundene kulturelle und sprachliche Vielfalt keine Bedrohung sondern vielmehr einen Mehrwert darstellt, den es nicht nur zu schützen sondern aktiv zu fördern gilt."
20070418
Members of the Parliamentary Assembly of the Council of Europe
support Macedonian minority of northern Greece
The European Free Alliance and the Federal Union of European Nationalities requested members of the Parliamentary Assembly of the Council of Europe to support the Macedonian minority by organising a Fact Finding mission to Greece. Following resolution was signed by below mentiond representatives of the Council of Europe.
Doc. 11249, 17 April 2007
Plight of the ethnic Macedonian national minority of northern Greece
Motion for a resolution
presented by Mr Jurgens and others
This motion has not been discussed in the Assembly and commits only the members who have signed it
1. The undersigned are deeply concerned about the high number of sustained human rights violations against the Macedonian ethnic and linguistic minority of northern Greece.
2. The Greek state refuses to recognise the existence of a Macedonian ethnic or linguistic minority within its borders. Government authorities have and continue to systematically exclude ethnic Macedonians from the political process, refusing even to acknowledge correspondence from the political representatives of the minority.
3. Despite the existence of a Macedonian speaking population in northern Greece the Macedonian language is not recognised by the Greek state and thus members the Macedonian speaking minority do not enjoy the right to learn the Macedonian language within the framework of the Greek education system.
4. In 1990, a group of citizens decided to form a non-profit-making association called the “Home of Macedonian Culture” in the town of Florina/Lerin. However Greek courts rejected the application. After exhausting all domestic remedies, the case was appealed to the European Court of Human Rights. In 1998, the court ruled on the matter and unanimously found that there was a violation of Article 11 of the European Convention on Human Rights (see Sidiropoulos and Others vs. Greece, ECtHR, 57/1997/841/8107). Deplorably however, almost ten years following this decision the “Home of Macedonian Culture” remains unregistered. Subsequent applications to register the association have been also been rejected by Greek courts.
5. During the Civil War in Greece (1946-1949) thousands of Greek citizens fled the country. Following the end of the war, all those who left Greece during this period were stripped of their Greek citizenship and property. In 1982 and 1985, the Greek government passed laws which restores citizenship and property rights to such individuals provided that they are “Greeks by genus”. Thus ethnic Macedonians and others were deliberately excluded. These laws are still in force today.
6. We suggest that the Legal Committee is required to make a Report of the cases of human rights violations against the Macedonian ethnic and linguistic minority of northern Greece during which the opportunity is provided for a number of representatives of this minority to bear witness in a hearing.
7. Greece has refused to ratify the Framework Convention on the Protection of National Minorities and the European Charter for Minority Languages. However the undersigned note the obligations of Greece are not only those in the various conventions of the Council of Europe to which it is a party, but also include various Conventions and Covenants of the United Nations and a number of legally binding texts of the OSCE.
Signed by
• JURGENS Erik, Netherlands, SOC
• ALMÁSSY Kornél, Hungary, EPP/CD
• BOUSAKLA Mimount, Belgium, SOC
• CILEVIČS Boriss, Latvia, SOC
• ÉKES József, Hungary, EPP/CD
• GROSS Andreas, Switzerland, SOC
• HAJIYEV Sabir, Azerbaijan, SOC
• KELEMEN András, Hungary, EPP/CD
• KOZMA József, Hungary, SOC
• LAMBERT, Geert, Belgium, SOC
• LINDBLAD, Göran, Sweden, EPP/CD
• Lord RUSSELL-JOHNSTON, United Kingdom, ALDE
• POPESCU, Ivan, Ukraine, SOC
• SZABÓ, Zoltán, Hungary, SOC
• Van den BRANDE Luc, Belgium, EPP/CD
and signed by
• SOC: Socialist Group
• EPP/CD: Group of the European People’s Party
• ALDE: Alliance of Liberals and Democrats for Europe
• EDG: European Democratic Group
• UEL: Group of the Unified European Left
• NR: not registered in a group
20070417
Youth declares one's solidarity with the Occitans in France YEN accepts new members
When circa 100 young people from 25 autochthonous and national minorities in 14 countries of Europe come together then there is discussion, party and new ideas are developed. This was at least the case for the Youth of European Nationalities, who had their traditional Easter Seminar at the Occitans in the south of France.
The particular situation of the regional language communities in France was the main subject of the seminar and there was a lively discussion about the rights to maintain the language and culture in France.
With more than 33 member organisations now from 17 countries YEN remains the largest organisation for youth associations of the national, autochthonous minorities in Europe. As new extra-ordinary members the Cashubians from Poland and the youth organisation of the Aromanian community in Romania were accepted and the extra-ordinary members Junge SPitzen from Denmark and the Serb Youth Forum were accepted as ordinary, full member.
"As constantly growing organisation we have to change our structures according to our challenges, so that we are able to use and exploit this big European network that we are to its full capacity. It is our goal that we strengthen our political activity", president Aleksander Studen-Kirchner explains, satisfied with the seminar.
Two new members have come into the board of YEN, Jens Christian Beuke (German from Nordschleswig / Denmark) and Arek Luba (German from Poland). They succeed Stefan Emrich (Burgenland Croat from Austria) and Chatrina Josty (Rhaetian from Switzerland).
The General Assembly of YEN took almost 12 hours also proof for the democracy and open exchange of ideas in the youth organisation, the president of YEN rejoiced. He is very pleased with the productive and constructive engagement of the member organisations at the seminar.
"In a political sense the YEN-delegates made no secret of the inadequate or not-existing protection for the regional language communities in France and they adopted a resolution at the General Assembly that calls upon the French State to protect and actively support its regional language communities. "According to Article 2 of the French constitution French is the only spoken language in France. In this way the State weasels itself out for it responsibility in the protection of linguistic diversity for the State this diversity does not exist in France. Because the reality is different, the Occitans have no other chance than to gather in masses and to demand their rights. The support by other European ethnic groups will hopefully contribute to put an end to the current point of view, which is not appropriate in the Europe of the 21st century. But of course only one seminar is not enough. More help will follow", Christiana Walde, vice-president of YEN and one of the main organisers of the seminar explains.
20070413
Schirmherrschaft durch EU-Parlament beim Minority Marathon in Flensburg
Im vierten Jahr seines Bestehens kann der European Minority Marathon (YOU!MM) eine weitere prominente Schirmherrschaft für sich in Anspruch nehmen. Der Prä-sident des Europäischen Parlaments, Prof.Dr.Hans-Gert Pöttering teilte in einem Brief an das Organisationskomitee mit, dass die Zielsetzung des YOU!MM, durch die Kombination aus Sport- und Kulturveranstaltung und dem Eintreten für ein friedfertiges Zusammenleben von Mehrheiten und Minderheiten in Europa die Schirmherrschaft des Europäischen Parla-ments verdiene. Pöttering stellte in seinem Schreiben auch den besonderen Bezug des Europäischen Parlaments zum Dialog der Kulturen und den Schutz nationaler Minderheiten in Mehrheitsgesellschaften dar und wünschte sich mittels des Minority Marathon eine Vertie-fung dieses Prozesses.
Der European Minority Marathon wird am 2.September 2007 zum vierten Mal in Flensburg gestartet und verläuft mit einer Teilstrecke durch das benachbarte Königreich Dänemark, zu dessen südlichen Staatsgebiet durch die deutsche Minderheit eine besondere politische Be-ziehung besteht. Aus diesem Anlass hatten im Jahre 2005 der dänische Staatsminister, An-ders Fogh Rasmussen und der damalige Bundeskanzler, Gerhard Schröder, gemeinsam die Schirmherrschaft zum YOU!MM übernommen.
In diesem Jahr werden wegen der Hinzunahme des Halbmarathons 2500 Sportlerinnen und Sportler in Flensburg, Sitz des Generalsekretariats der Federal Union of European Nationalities, erwartet. Titelverteidiger bei den Männer ist der Cornwalise David Buzza (2:36:04), bei den Frauen ist es die Deutsche Verena Becker (3:11:11). Zusätzlich zu den Einzelathleten werden auch wieder Staffeln in Fünfer-Teams an den Start gehen; hier gab es mit 160 Staf-feln im letzten Jahr einen ersten Teilnahmerekord. In der Inline-Disziplin wird Marathon e-benfalls in der Voll- und Halbdistanz angeboten. Anmeldungen für alle Lauffans, gleichgültig ob aus Minderheitenorganisationen oder nicht, sind online möglich unter www.flensburgmarathon.de bis zum 18.08.2007.
20070411
Belá Markó Minister for European Integration
In Romania a large government reshuffle took place. Result of the changes was that the chairman of the Democratic Alliance of the Hungarians in Romania, Bela Marko, will become Minister for the coordination of activities in the fields of Culture, Education and European Integration. The Federal Union of European Nationalities had its annual congress in Bucharest in 2005, and chairman Bela Marko did also participated. The president of FUEN, Romedi Arquint was recently invited to the annual meeting of the Democratic Alliance and gave a speech.
In 2005 also a so-called “Civil Society Dialogue” took place in Bucharest, where representatives of minorities and majorities discussed with representatives of FUEN about several different ways of participation in Romania.
Prime Minister Traian Basescu explained the changes in his government as necessary, because Romania, a few months after the accession to the European Union, is now de facto integrated into the structures of the EU and the work of the government needs a new impetus now, both in the personal and in organisational context. Looking towards the EU structural funding programmes, which are now also accessible for Romania, at the moments negotiations are in progress about how these considerable sums of 19 billion Euro should be divided and administered.
EU Commissioner for Justice, Mr. Franco Frattini urged the government in Bucharest not to leave the path of fighting corruption and to work further on the establishment of an effective justice system. In Romania there is a large Hungarian minority, which counts for approximately 6 percent of the population of 22,7 people.
20070411
Wechsel im Bevölkerungsministerium in Estland Rummo von Palo abgelöst
Nach den Wahlen in Estland hat sich ein Wechsel im Bevölkerungsministerium ergeben. Das Bevölkerungs-ministerium ist unter anderem für die autochthonen, nationalen Minderheiten / Volksgruppen im Lande verantwortlich. Der bisherige Minister Eerik Rummo wird von der 32-jährigen Urve Palo abgelöst.
Die Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen hat mit dem Bevölkerungsminister, der unter anderem an dem Integrationsplan 2000-2007 maßgeblich beteiligt gewesen ist, den bevorstehenden Jahreskongress der FUEV, der vom 16. bis zum 20. Mai in der estnischen Hauptstadt Tallinn stattfindet, vorbereitet.
In Tallin hat sich eine mitte-rechts Koalition unter der Leitung von Andrus Ansip durchgesetzt. Die Koalitionsregierung besteht aus der Reformpartei des Ministerpräsidenten, der Res Publica Union und Pro Patria (beides rechtspopulistische Parteien) und den Sozialdemokraten.
Derzeit sind die Beziehungen Estlands nach Russland über den Streit eines russischen Monuments aus der Sowjetära, den die Esten abreißen wollen, gespannt. Der estnischen Wirtschaft dahingehen geht es blendend Estland gehört zu den am stärksten wachsenden Volkswirtschaften Europas. Die neue Regierung hat angekündigt, die Steuer (Estland hat eine sog. Flat-Tax) von 22% auf 18% zu senken.
In Estland gibt es eine große russische Bevölkerungsgruppe, die rund 25 Prozent der 1,3 Millionenbevölkerung ausmacht.
20070410
Lengas capsús las frontéras YEN Easter Seminar Tarbes, France
The Youth of European Nationalities officially opened its traditional Easter Seminar today with a reception in the town hall of Tarbes in the Pyrenees. The local organiser is the youth council of the Occitans, Conselh Representatiu de la Joventut d´Óc. The motto of the youth conference means “Languages beyond the frontiers”.
Today, on the 10th of April 2007, the Easter Seminar of the Youth of European Nationalities (YEN) was officially opened in Tarbes, France. 110 Young people from 24 autochthonous national minorities from 15 European countries gather at this moment in the Pyrenees, at the border of Spain and France. The seminar which is the largest meeting of youth from autochthonous minority communities in Europe takes place under the motto: “Lengas capsús las frontèras” “Languages beyond the frontiers”. YEN member organisation Conselh Representacion Generala de la Joventut d´Òc invited them to this seminar. Together with YEN they organised a programme that ranges from traditional Occitan games to a public debate on the subject of “The future of Europe from the viewpoint of the youth”.
“In YEN we try to select our priorities balancing between the minorities in the east and in the west of Europe. Therefore we are very glad that after for the first time since 1996 we are again having the possibility to carry through an Easter Seminar in France”, Aleksander Studen-Kirchner, president of YEN expressed during the opening reception of the Easter Seminar that took place at the town hall of Tarbes this morning.
Carinthian Slovene Studen-Kirchner emphasised that the situation of the autochthonous minorities will be closely examined. “We will openly speak up, where we do not agree to some policies in France concerning its regional minorities this is after all our mission as a European minority organisation. We are sorry that in minority protection France does not play the inspiring role for which it is known in Europe”, the president said.
Apart from the political themes also the intercultural exchange between the participants and pleasure is an important part of the programme. There is for example the famous exchange market of YEN, where all groups present their own specialties to the other participants drinks, typical foods and information materials. In this an active annual fair of the minorities develops, which already has led to many new ideas and friendships.
“Until now we are very satisfied with the seminar I think that we again achieve the right mix between serious activities about the issues of the autochthonous minorities in Europe and the more relaxing and pleasure-bringing activities, which also always should have their place at a seminar of YEN”, according to the YEN-president.
20070405
FUEV - Präsidium berät Bildungsgrundrecht und bereitet Kongress vor
Die Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen (FUEV) hat im vergangenen Jahr während ihres Kongresses in Bautzen / Budysin in der Lausitz, Deutschland, mit der Charta der autochthonen, nationalen Minderheiten / Volksgruppen ihr politisches Grundsatzdokument verabschiedet. In diesem Dokument werden unter anderem die Grundrechte der europäischen Minderheiten aufgelistet. In jedem Jahr wird eines dieser Grundrechte entnommen und bearbeitet. Gemeinsam mit dem Vizepräsidenten Heinrich Schultz (Dänische Minderheit in Deutschland) hat die Lausitzer Sorbin Judith Walde / Waldzic die Koordinierung und Durchführung dieser Arbeit übernommen. Beide berichteten dem FUEV-Präsidium am vergangenen Dienstag während einer Klausurtagung in München über den derzeitigen Stand der Arbeiten. Die FUEV-Präsidiumssitzung wurde darüber hinaus zur inhaltlichen und praktischen Vorbereitung des bevorstehenden Jahreskongresses der FUEV, der vom 16. bis zum 20. Mai in Tallin, Estland, stattfindet, genutzt.
An der Sitzung nahm auch der Präsident der Jugend Europäischer Volksgruppen (JEV), Aleksander Studen Kirchner teil, der auf dem Weg zum jährlichen Osterseminar der JEV, das am Sonnabend in Tarbes in den Pyrenäen bei den Okzitanern in Frankreich beginnt, an der Sitzung teilnahm, um über die Aktivitäten der JEV zu berichten.
Des Weiteren nahmen an der Sitzung auch die FUEV-Vizepräsidentinnen Martha Stocker (Südtirol) und Zlatka Gieler (Burgenlandkroatin aus Österreich), FUEV-Vizepräsident Hans Heinrich Hansen (Deutscher aus Dänemark), FUEV-Präsident Romedi Arquint (Räteromane aus der Schweiz) und FUEV-JEV-Beauftragter Jan Diedrichsen (Deutscher aus Nordschleswig) sowie FUEV-Geschäftsfüherer Frank Nickelsen teil.
Informationen zum FUEV-Kongress in Tallinn:
FUEV-Generalsekretariat www.fuen.org • +49 461 12855 www.fuen.org/pages/deutsch/d_7_2002.html
20070327
Staatssekretär Heinz Maurus würdigt Siegfried Matlok
und dankt für langjährige vertrauensvolle Arbeit
KOPENHAGEN. Für seine erfolgreiche Arbeit für die deutsche Minderheit und für seine grenzüberschreitenden Leistungen hat der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Heinz Maurus, den langjährigen Leiter des Kopenhagener Sekretariats des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN), Siegfried Matlok, gewürdigt. "Wohl selten war eine Einrichtung so stark mit einem einzigen Namen verbunden wie beim Sekretariat der deutschen Minderheit in Kopenhagen", sagte Maurus in Vertretung von Ministerpräsident Peter Harry Carstensen bei Matloks offiziellem Abschiedsempfang heute (27. März) in Kopenhagen. Matlok war zum Jahresende nach 24 Jahren aus seiner Funktion als Sekretariatsleiter ausgeschieden, die er seit Gründung der Einrichtung (1983) innehatte. Matlok habe das Sekretariat in Kopenhagen zu einer Institution ausgebaut und auch für Schleswig-Holstein zu einer wichtigen Anlaufstelle gemacht. Ihm sei es mit zu verdanken, dass die deutschen Nordschleswiger in Dänemark und Schleswig-Holstein ein hohes Ansehen genießen.
Hier ist Vertrauen gewachsen, das tragfähig ist", so Maurus. Dem BDN sagte der Staatssekretär auch zukünftig eine enge Zusammenarbeit zu. Matloks Nachfolger, Jan Diedrichsen, wünschte Maurus für dessen neue Aufgabe viel Erfolg. Aber auch auf die weitere Zusammenarbeit mit Siegfried Matlok freue er sich: "Als Chefredakteur des 'Nordschleswiger' werden Sie unsere Aktivitäten der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und unsere Minderheitenpolitik sicher weiter konstruktiv und kritisch begleiten."
Entnommen aus dem vollständigen Pressetext von: Dr. Christian Hauck, Rüdiger Ewald
Düsternbrooker Weg 104, 24105 Kiel |Telefon 0431 988-1704 |Telefax 0431 988-1977
landesregierung@schleswig-holstein.de
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20070322
Germany took over the EU-presidency on the 1st of January.
In the upcoming six months the 50th anniversary of the Rome Treaty will be celebrated. A new impetus from the German Presidency is expected in regard to the future of the European Constitution.
The EU-Presidency
The Federal Republic of Germany took over the European Presidency on 1 January 2007 and will be chairing the European Council in the these six months. The expectations to the German government and Chancellor Merkel are high. Apart from new and previously unexpected topics on the agenda like the issue of climate protection, one first and foremost expects from Germany that its finds a way out of the crisis around the European Constitution, after France and the Netherlands rejected the treaty in a referendum. The German federal government brought down excessive expectations the idea is to define a binding “roadmap” for the further steps before the end of the Council presidency. It will fall back on the results of the “Period of Reflection” and “Plan D”. These initiatives were started by the European Commission after the negative referenda.
The issue of minorities did not make it as subject on the agenda of the EU-Presidency. There will not be any real minority events within the framework of the EU-Presidency of Germany. During the Presidency of Germany also the 50-years anniversary of the Treaties of Rome passes on 27th March 2007. This will be celebrated with a number of anniversary events.
Behind the Treaty of Rome the foundation of the European Economic Community (EEC) and the European Atomic Energy Community (EURATOM) are hidden these are considered as the “birth” of the European EU-unification process. (Jan Diedrichsen, Common representative of FUEN and YEN), 7 March 2007
EU-Presidency
EU-Presidency and the Constitution: (in German)
Plan D and the phase of Reflection:
http://www.eu2007.de/en/The_Council_Presidency/treaties_of_rome/index.html
http://en.wikipedia.org/wiki/Treaty_of_Rome
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20070322
Die EU-Grundrechteagentur
Die neue Europäische Grundrechteagentur hat zum 1. März ihre Arbeit aufgenommen und ersetzt mit einem erweiterten Mandat die bisherige Europäische Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Wien.
Neue Agentur für Grundrechte eröffnet
Die neue Agentur der Europäischen Union für Grundrechte wurde am 1. März 2007 mit dreimonatiger Verspätung in Wien feierlich eröffnet. Die Agentur soll die Grundrechte als ein Pfeiler der Arbeit der EU stärken und unter anderem die Einhaltung selbiger überwachen. Auch als beratendes Organ bei der Planung und Implementierung von EUGesetzgebungen soll die neue Agentur, die rund 100 Mitarbeiter erhält, beratend tätig sein. Die Agentur folgt der Beobachtungsstelle für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit nach, die ebenfalls ihren Sitz in Wien hatte. Im Vorfeld der Etablierung der neuen Agentur hat es lange Verhandlungen zwischen der EU und dem Europarat gegeben. Der Europarat hat wiederholt davor gewarnt, im Bereich des Grundrechteschutzes doppelte Strukturen zu schaffen. Doch dies wird von der EU jüngst auch vom Kommissionspräsidenten Barosso während der Eröffnung der Agentur in Wien zurückgewiesen. Vielmehr werde das Angebot des Europarates ergänzt. Im Aufsichtsrat der neuen Agentur ist der Europarat direkt vertreten. Die Agentur soll sich neben der oben genannten Beratung im legislativen Prozess mit drei Hauptbereichen beschäftigen: - Das Sammeln und Auswerten von Daten - Das Beraten der EU und ihrer Mitgliedsstaaten - Einen Dialog zwischen der Zivilgesellschaft und der Agentur etablieren und das öffentliche Interesse für die Grundrechte in Europa erhöhen.
NACHRICHTEN
New European Agency opened amid criticism
Neue Europäische Grundrechteagentur ein Papiertiger?
Kritik an der neuen Grundrechtagentur von Amnesty International
Homepage der neuen Agentur
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20070322
The Intergroup for Traditional Minorities in the European Parliament discussed
the future status of Kosovo and analysed the proposal of UN-Special Envoy
Martii Ahtisaari
Intergroup of the European Parliament sees opportunities for European minority protection in the Kosovo-proposal
During the last meeting of the Intergroup for traditional, national minorities at the European Parliament in Strasbourg the Members of Parliament had a lively discussion about the future of Kosovo. The cause is urgent the Special Envoy for Kosovo, the former President of Finland, Martti Ahtisaari, presented a comprehensive proposal for the Kosovo status settlement in the beginning of February. Since the settlement was presented it has been discussed very intensively. Belgrade has already refused the settlement as “unacceptable”. Also Russia which has the possibility to veto in the UN Security Council has criticised the proposal. The United Nations Security Council will have to agree on the Settlement before it can be put into force. “The future of Kosovo is going to be the test for the European Union regarding the issue of its foreign- and security policy. A core topic is the question of the protection of minorities”, the Chairman of the Intergroup, Csaba Tabajdi, underlined after the meeting. The report of Special Envoy Martti Ahtisaari strictly avoids the word independence. However, the Members of Parliament from the Intergroup seemed to agree that the settlement is a far reaching de-facto autonomy that will separate Kosovo from Serbia in terms of international law. Most of the observers however analyse the proposal as the “way to independence”. Amongst other things the Serbian province Kosovo will have its own constitution, opportunity to have its own representation in international institutions, an anthem, own security forces etc. At the same time the idea of “Greater Albania” or the territorial division of Kosovo is rejected. The protection of the Serbian population (the term minority is also strictly avoided in the Ahtisaari-report) is underlined explicitly. The settlement should be controlled and secured through a EU led, international mission of the United Nations.
The spokeswoman of the EU-Commission, Emma Udwin, said that the Commission has the point of view that Kosovo is a “sui generis case”, the solutions of which can not be transferred to other regions of Europe. “It is negated that the future of Kosovo is a precedence but whatever we call it, fact is that in Kosovo a new minority model will be established”, Chairman Csaba Tabajdi of the Intergroup explained. He referred in his statement to the “example of South Tyrol”. The reconciliation between Austria and Italy went through South Tyrol, according to the Hungarian Member of Parliament. “We, the Intergroup, have to be the voice of the minorities in the European Parliament. We have to give the Serbian minority in Kosovo a voice and make sure that the minority rights promised also are implemented”, according to Ignasi Cambó, Member of Parliament from Catalonia. He underlined the far reaching protection mechanism for minorities and self-government possibilities in the Ahtisaari-settlement. The European politicians in Strasbourg agreed cross-factional that the proposal from Special Envoy Ahtisaari has to be supported and the development in Kosovo is a big challenge for Europe but also provides big opportunities for future minority protection in Europe. (Jan Diedrichsen, Common Representative of FUEN and YEN), 19 February 2007
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20070322
New opportunities for EU-funding
The European Union has launched its programmes for the new financial period 2007-2013. The Brussels Project had a look at some possible funding programmes for minorities especially in the new integrated action programme "Lifelong Learning".
EU-Funding Programmes 2007 2013
The European Union started its new budget period 2007 2013. There have been some important changes amongst other things popular programmes like Comenius and Erasmus have been integrated in the new Action Programme Lifelong Learning. On the following pages we offer you a selection of the opportunities the new programme Lifelong Learning and other EU-programme offers to you. For more and more detailed information we refer to the relevant internet-addresses of the EU-Commission. This overview has no intention being complete it just gives you a first overview.
Multilingualism and thus also regional and minority languages in Europe have been integrated in the “mainstream”-programmes, which means that with this emphasis one can be apply for funding in every EU-funding programme. In this context we also point to funding within the Interreg IV programme or in the field of Structural Funds.
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20070305
Jahreskongress der Demokratischen Allianz der Ungarn in Arad
FUEV-Präsident Romedi Arquint bei den Ungarn in Rumänien
Der 8te Kongress der Ungarn in Rumänien fand unter Teilnahme zahlreicher Delegierten, Ungarnverbände aus den benachbarten Staaten und Gäste aus ganz Europa statt. Unter den Gästen war auch FUEN Präsident Romedi Arquint anwesend. Er würdigte die Leistung der Ungarnrumänen, sich einbinden zu lassen in die Regierungsverantwortung und damit den demokratischen Weg der Kompromisse und der langsamen Fortschritte zu wagen. Dabei verwies er auch die Aktualität des Grafen Stephan Szechenyi, der vor der „verhängnisvoll destabilisierenden Wirkung des Sprachnationalismus in einer von vielen kleinen Völkern bewohnten und von mächtigen Nachbarn umgebenen Region“ gewarnt hatte, gleichzeitig aber bezeugt hatte, dass „der Mensch, der sein Nationalgefühl verloren hat, weder ein treuer Untertan seines Königs noch ein guter Bürger seiner Heimat sein kann.“
Romedi Arquints Rede im Wortlaut:
www.fuen.org/pdfs/20070302RA_arad.pdf
20070302
Europaweite Vernetzung der Minderheitenorganisationen in Bozen
Präsident Arquint und Vizepräsidentin Stocker vertreten FUEV
Die europaweite Vernetzung der Minderheitenorganisationen und die Vertretung als Minderheit in der neuen Grundrechteagentur in Wien standen im Mittelpunkt des Treffens mit allen Südtiroler Minderheitenorganisationen, das von der Vizepräsidentin der FUEV Martha Stocker iniitiiert wurde. Angereist war auch der Präsident der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen Romedi Arquint.
Eines der Ziele, das mit der Minderheitentagung „Minderheit alles was Recht ist“ verfolgt wurde, war die Vernetzung der Minderheitenorganisationen auf europäischer Ebene. Das gestrige Treffen in Bozen mit den Organisationspartnern der Tagung diente auch dazu, auszuloten, wie ein solches Netzwerk aussehen könnte und welche Finanzierungsmöglichkeiten sich über die neue EU-Förderrunde 2007-2013 ergeben. Der runde Tisch, an dem u.a. der Kabinettsschef Karl Rainer, Wolfgang Mayr (Gesellschaft für bedrohte Völker), Luis Thomas Prader (CONFEMILI/EBLUL), Kevin Hofer (Arbeitskreis Jugend Europäischer Volksgruppen), Günther Rautz (MIDAS), Gabriel v. Toggenburg (Institut für Minderheitenrecht/EURAC) teilnahmen, war sich einig, dass im Netzwerk neben den Minderheitenorganisationen, auch VertreterInnen aus den Bereichen Wissenschaft und Politik eingebunden werden sollten.
Besprochen wurde auch die Vertretung der Minderheitenorganisationen in der Europäischen Agentur für Grundrechte, die gestern (Anm. 1. März) in Wien ihre Arbeit aufgenommen hat. Die Minderheitenorganisationen werden mit einem Schreiben an die Interims-Direktorin Gerti Winkler und an die EU-Präsidentschaft, fordern, mit wenigstens einer Person in der Grundrechtsplattform vertreten zu sein.
20070302
Das Haus Europas ist das Haus der Vielfalt:
52ster FUEV-Kongreß vom 16. - 20. Mai 2007 in Tallinn / Estland
Alle erforderlichen Details ab jetzt erhältlich
Auf Einladung der Estischen Union für nationale Minderheiten und der Estischen Regierung plant die FUEV ihren 52sten Nationalitätenkongreß vom 16.- 20. Mai 2007 in Tallinn / Estland.. Im Rahmen dieses Kongresses findet auch die Delegierten- versammlung statt. Alle erforderlichen Unterlagen sowie Anmeldung, Unterkunft u. dergl. sind ab heute 02/03/07 erhältlich. Anmeldefrist ist der 16/04/2007.
Im Rahmen der Delegiertenversammlung werden neben den obligatorischen Jahresberichten die Satzungen geändert sowie das Präsidium der FUEV neu gewählt. Zu Wahl steht das gesamte Präsidium. FUEV-Präsident Romedi Arquint, der nach drei Amtsperioden satzungsgemäß ausscheidet, wird den Kongreß offiziell eröffnen. Ihm zu Ehren wird eine offizielle Verabschiedung veranstaltet.
Neben den Grußworten der Estischen Minderheiten und Staatsvertretern Estlands wird sich der Kongreß schwerpunktmäßig mit nachfolgenden Themenblöcken befassen: Auf Grundlage der in Bautzen im Mai 2006 verabschiedeten Charta für die autochthonen nationalen Minderheiten plant die FUEV jedes Jahr ein Grundrecht zu qualifizieren. In Tallinn ist geplant, das Grundrecht auf Bildung zu qualifizieren und zu verabschieden. Im Rahmen eines OPEN FORUMs soll speziell Jugendlichen die Gelegenheit gegeben werden, Identität(en) zu definieren. Weiter geplant ist, daß sich der FUEV-Beirat - einem Gremium bestehend aus Staats- und Regierungsvertretern aus Ländern in denen Minderheiten leben - dem Thema Partizipation widmet, sowie die Jugend Europäischer Volksgruppen die Gelegenheit erhält, ihre jüngsten Aktivitäten vorzustellen.
Alle weiteren Einzelheiten zum 52sten FUEV-Kongreß:
www.fuen.org/pages/deutsch/d_7_2002.html
www.fuen.org/pages/english/e_7_2002.html
20070226
European Minority Marathon YOU!MM ausgezeichnet!
Flensburg) Der Stadtmarketingpreis Schleswig-Holstein 2007 in der Kategorie für Städte mit mehr als 20.000 Einwohnern ging an den Förderverein Flensburg Regionalmarketing (FFRM) für das Projekt »European Minority Marathon«. Der Marathon-Wettbewerb wurde erstmals im Jahr 2004 durchgeführt. Nach der gelungenen Premiere wurde die Veranstaltung weiterentwickelt und präsentiert sich heute als groß angelegtes und grenzüberschreitendes Sport- und Kulturprojekt. Die Jury hob hervor, dass es mit dem Marathonwettbewerb gelungen sei, die Stadt Flensburg und die Region Sonderjylland/Schleswig als eine touristisch interessante Destination und einen wirtschaftlich aktiven Standort zu präsentieren. Auch die europaweit anerkannte Kompetenz der Region Flensburg in Fragen der Integration nationaler Minderheiten könne einer großen Öffentlichkeit dargestellt werden. Außerdem werde durch gezielte Angebote für Firmen und Betriebssportgruppen der Zusammenhalt der Wirtschaft in der Region gestärkt, so das Preisgericht in seiner Begründung.
Diese Entscheidung des Preisgerichts verkündete Dr.Jens Haass, Abteilungsleiter im Schleswig-Holsteinischen Wirtschaftsministerium, auf dem Stadtmarketingtag Schleswig-Holstein 2007 in Norderstedt. »Mit dem Stadtmarketingpreis Schleswig-Holstein sollen erfolgreiche Initiativen als Vorbild dargestellt werden, um die Arbeit in anderen Städten zu befruchten und den Wettbewerb der Ideen zu fördern«, betonten die Veranstalter.
Mit einem Sechser-Team unter Leitung von YOU!MM Koordinator Ulrich Scholl war die ehrenamtliche Promotion-Task-Force nach Norderstedt gereist um auf einem 18 qm großen Infostand den Fachbesucherinnen und Fachbesuchern Rede und Antwort zu stehen. Die Partnerunternehmen Druckhaus Leupelt und Werbemittelvertrieb MBW waren ebenfalls mit von der Partie, um mit einer großen Zahl von Produktempfehlungen und Musterbeispielen Hinweise zur Marketingunterstützung geben zu können.
Wolfgang Meeves (Vorstandsmitglied des FFRM) zeigte sich sehr angetan von der gesamten Präsentation des Marathon-Projektes, das sowohl die Vereinsaktivitäten wie auch die Darstellung der Urlaubsdestination „Flensburg-Fjord“ einbezog.
Der Stadtmarketingpreis Schleswig-Holstein ist eine Initiative der IHK Schleswig-Holstein, dem Städteverband Schleswig-Holstein, dem Einzelhandelsverband Nord, dem Handelsverband BAG, der Vereinigung der Unternehmensverbände Hamburg und Schleswig-Holstein, des Vereins Haus & Grund, sowie der Arbeitsgemeinschaft schleswig-holsteinischer Wohnungsunternehmen.
Für die Teammitglieder gab es jedoch kein langes Ausruhen auf den Lobes-Lorbeeren: gleich im Anschluss wurde ein Fahrzeug mit neuem Material bestückt für den nächsten Auftritt auf dem Kiel-Marathon zwei Tage darauf.
Marathon erfordert nicht nur für die Aktiven Ausdauer!
FUEV plant Veranstaltungen zum 4ten Minderheiten-Marathon in Flensburg
Zum 4ten YOU!MM am 2ten September 2007 in Flensburg plant die FUEV in Zusammenarbeit mit Sydslesvigsk Forening, Sydslesvigsk danske Ungdomsforeninger, dem Bund deutscher Nordschleswiger, den Friesen sowie dem YOU!MM-Management eine Reihe von Aktivitäten und Veranstaltungen, die das Großereignis umrahmen sollen.
20070220
9th International Folklore Festival “Szent István” (Saint Stephen)
from 16th to 21st August 2007 in Kolozsvár (Cluj) / Romania
The Heltai Gáspár Library Foundation and the Szarkaláb Folk-Dance Group is planning its 9th International Folklore Festival “Szent István” (Saint Stephen). This Folklore Festival “Szent István” will be held between 16th to 21st August 2007 in Kolozsvár (Cluj) / Romania. A first draft progarmme is available. the complete programme of all events will be sent in time. All interested groups will be provided with full board and accommodation. Travel expenses will not be covered. Group sizes should normally be between 20 and 25 persons. Acceptance of this invitation and completed registration form should be sent by 12th March 2007 at the latest. For more detailed information please contact Pillich Balázs festival organizer
20070219
Intergruppe des Europaparlaments sieht mit Kosovo-Plan
Möglichkeiten für den europäischen Minderheitenschutz
Während der jüngsten Sitzung der Intergruppe für traditionelle, nationale Minderheiten des Europäischen Parlaments in Straßburg, diskutierten die Abgeordneten über die Zukunft des Kosovo. Der Anlass ist aktuell der Sondergesandte der Vereinten Nationen, der ehemalige finnische Staatspräsident Martti Ahtisaari, hat seinen Entwurf für die völkerrechtliche Zukunft des Kosovo Anfang des Monats vorgelegt. Seitdem wird intensiv über den Vorschlag diskutiert. Belgrad hat ihn bereits als „unakzeptabel“ abgelehnt. Auch die Vetomacht des UNO Sicherheitsrates - Russland - hat Kritik geäußert. Der UNO-Sicherheitsrat muss der Vereinbarung zustimmen, bevor diese in Kraft treten kann.
„Die Zukunft des Kosovo wird die Nagelprobe der Europäischen Union in den Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik werden. Im Mittelpunkt steht auch die Frage der Minderheiten“, erklärte der Präsident der Intergruppe, Csaba Tabajdi, im Anschluss an die Sitzung. Der Bericht des Sondergesandten Martti Ahtisaari vermeidet zwar peinlich genau die unter Diplomaten als „U-Wort“ bezeichnete Begrifflichkeit „Unabhängigkeit“. Dennoch sind sich die Abgeordneten aus der Intergruppe einig, dass es sich bei dem Vorschlag um eine weit reichende de facto Autonomie handelt, die den Kosovo völkerrechtlich von Serbien trennt. Die meisten Kommentatoren sehen in dem Vorschlag „den Weg zur faktischen Unabhängigkeit“ (FAZ).
Unter anderem soll die serbische Provinz Kosovo neben einer eigenen Verfassung, die Erlaubnis auf eigene Vertretung in internationalen Institutionen, eine Hymne, eigene Sicherheitstruppe etc. erhalten. Gleichzeitig wird die Idee eines Großalbaniens (Anschluss des Kosovo an Albanien) oder einer territoriale Aufteilung der Provinz abgelehnt. Der Schutz der serbischen Bevölkerungsgruppe (der Begriff Minderheit wird im Ahtisaari-Papier ebenfalls vermieden) wird explizit herausgestrichen. Überwacht und abgesichert werden soll dies durch eine von der EU geführten, internationalen Mission der UNO. Die Sprecherin der EU-Kommission, Emma Udwin, erklärt, die Kommission sei der Auffassung, der Kosovo sei ein „sui generis-Fall“, der nicht auf andere Regionen in der Europäischen Union angewandt werden könne. „Es wird zwar immer wieder verneint, dass es sich im Kosovo um einen Präzedenzfall handelt doch egal wie wir es nennen, entsteht im Kosovo ein neues Minderheitenmodell“, erklärte der Vorsitzende der Intergruppe Csaba Tabajdi, der auf das „Vorbild Südtirol“ verwies. Auch hier sei es über Südtirol zu einer Aussöhnung zwischen Österreich und Italien gekommen, so der Ungar Tabajdi.
„Wir müssen als Intergruppe das Sprachrohr der Minderheiten im Parlament sein. Wir müssen der serbischen Minderheit im Kosovo eine Stimme verleihen und sicher stellen, dass ihnen nicht nur auf dem Papier die nötigen Rechte gesichert werden“, so der katalanische Abgeordnete Ignasi Cambó, der auf die weit reichenden Schutzbestimmungen / Selbstverwaltungsbefugnisse für den serbischen Bevölkerungsteil im Ahtisaari -Papier verwies.
Die Europapolitiker waren sich in Straßburg fraktionsübergreifend einig, dass der Vorschlag des Sondergesandten Ahtisaari zu begrüßen sei und dass die Entwicklung im Kosovo als Herausforderung und als große Möglichkeit für den Minderheitenschutz in Europa verstanden werden müsse.
Jan Diedrichsen, Gemeinsamer Beauftragter der FUEV und JEV
info@living-diversity.eu
20070212
Feiertag für die Aromunen in Mazedonien
Das Parlament in Skopje hat kürzlich ein neues Gesetz zur Regelung der staatlichen Feiertage in Mazedonien verabschiedet.
Sehr zur Freude der Aromunen ist ihr höchster Feiertag, der 23. Mai, nun auch als offizieller Feiertag in Mazedonien anerkannt. An jedem kommenden 23. Mai muss kein Angehöriger der Aromunischen Bevölkerungsgruppe mehr zur Arbeit erscheinen.
Die Frage nach einem solchen offiziellen Feiertag ist von der „Kulturunion der Aromunen in Mazedonien“ einer Mitgliedsorganisation der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen (FUEV) in den vergangenen Jahren mehrmals eingefordert worden. Nun ist es endlich Realität geworden, sehr zur Freude des Vertreters Goran Kostov. „Nun haben alle Minderheiten in Mazedonien ihren eigenen Feiertag das freut uns als Aromunen sehr“, erklärt Goran Kostov.
20070212
Aufruf des Friesenrats-Vorsitzenden Ingwer Nommensen zum Biikebrennen 2007:
Feuerzeichen für den Kreis Nordfriesland!
NORDFRIESLAND (ts). Der Kreis Nordfriesland soll erhalten bleiben. Um für diese Forderung ein unübersehbares Zeichen zu setzen, ruft der Vorsitzende des Friesenrats, Ingwer Nommensen, dazu auf, das Biikebrennen 2007 unter das Motto zu stellen: „Für den Erhalt des Kreises Nordfriesland!“
Die Bildung des Kreises Nordfriesland im Jahre 1970 sei für die Friesen ein Ereignis von historischer Tragweite gewesen, betonte Nommensen. Denn damit wurden alle von Nordfriesen besiedelten Gebiete, mit Ausnahme der Insel Helgoland, erstmals in einer Gebietskörperschaft zusammengefasst. Seitdem sei ein starkes Nordfriesland-Bewusstsein gewachsen. Für die friesische Volksgruppe sei der bestehende Kreis die bestmögliche Verwaltungseinheit, die der durch Jahrhunderte gewachsenen Identität der Bevölkerung gerecht werde. Er sehe kein einziges einleuchtendes Argument dafür, dass diese bewährte Einrichtung nun abgeschafft werden solle.
Die Veranstalter und die Redner des diesjährigen Biikebrennens bittet Ingwer Nommensen, diesem für Nordfriesland existenziell wichtigen Thema Raum zu geben: „Die Feuer dieses friesischen Festes sollten 2007 ein klares Zeichen geben: Für den Erhalt des Kreises Nordfriesland!“
20070212
European Commission rolls out its new Lifelong Learning Programme
and underlines its commitment to promoting linguistic diversity
The European Commission held its first Info Day earlier this week on its new Lifelong Learning Programme (LLP), which includes the education programmes Erasmus, Comenius and Grundtvig. Throughout the launch the Commission emphasised the importance of language learning and the promotion of linguistic diversity.
Special attention was paid to regional or minority languages with a new funding strand entitled ‘Languages’ which will include the special measures such as support for networks and multilateral projects that support linguistic diversity. In addition, the first priority for language projects under the larger Comenius secondary school programme is the implementation of the Commission’s 2003 Action Plan for Language Learning and Linguistic Diversity, which strongly supported regional languages.
All European regional or minority language (RML) communities are now able, and are encouraged to, set up language projects and apply for the funds. Eurolang will follow the progress of RML language projects with special features on the topic and EBLUL are able to offer advice and support in the setting up of projects.
Furthermore, the new programme aims to include Norway, Switzerland, Turkey and Croatia by 2008, which will enable the RML communities in those countries to apply. (Eurolang 2007)
Lifelong Learning Programme
http://eacea.ec.europa.eu/static/en/llp/infodays_en.htm
Action Plan for Language Learning and Linguistic Diversity / Framework Strategy for Multilingualism http://ec.europa.eu/education/policies/lang/key/legislation_en.html
by Davyth Hicks
20070210
Ministerpräsident würdigt langjährigen Hauptvorsitzenden des BDN
Hans Heinrich Hansen als deutsch-dänischen Brückenbauer
ÅBNERÅ / Apenrade. Als Brückenbauer einer qualitativ neuen deutsch-dänischen Freundschaft hat Ministerpräsident Peter Harry Carstensen den langjährigen Hauptvorsitzenden des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN), Hans Heinrich Hansen, gewürdigt. Hansen hat sich nach 13 Jahren an der Spitze der Organisation der deutschen Minderheit in Dänemark aus dem Amt verabschiedet. "Mit gesundem Selbstbewusstsein haben Sie die Minderheit zu einem Gesprächspartner auf Augenhöhe gemacht", lobte Carstensen Hansens Leistungen auf dessen Abschiedsempfang heute (10. Februar) im dänischen Apenrade.
"Es ist Hans Heinrich Hansen zu verdanken, dass die deutschen Nordschleswiger in Dänemark und Schleswig-Holstein ein hohes Ansehen genießen", so der Regierungschef weiter. Zudem sei es Hansen gemeinsam mit dem als Kopenhagener Sekretariatsleiter ebenfalls am Jahresende ausgeschiedenen Siegfried Matlok gelungen, für die deutsche Minderheit auch in der neuen Region Süddänemark gute zukunftsorientierte Bedingungen auszuhandeln. Die Arbeit der Minderheiten sei für ihn und seinen dänischen Amtskollegen Carl Holst gemeinsamer Ansporn, die grenzüberschreitende Kooperation weiter zu intensivieren. Dem BDN sagte er auch zukünftig eine enge Zusammenarbeit zu. Er freue sich auf die Gespräche mit Hansens Nachfolger, Hinrich Jürgensen.
Entnommen aus dem vollständigen Pressetext von: Dr. Christian Hauck, Rüdiger Ewald
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20070129
Government Decree No. 363/2006 orders the liquidation
of the Office for National and Ethnic Minorities
Government Decree No. 363/2006 on the governmental tasks related to national and ethnic minorities and the reorganisation of the relevant institutional structure orders the liquidation of the Office for National and Ethnic Minorities. The Office was established in 1990 for the purpose of carrying out governmental tasks related to national and ethnic minorities living in Hungary. It was an autonomous organ of state administration with nationwide competence. The sixteen-year autonomous existence of the Office will end on the 31st of January, 2007. The tasks of the Office will be taken over by a Department for National and Ethnic Minorities at the Prime Minister’s Office. This department will be led by Ms Erika Németh, who was a Member of Parliament between 2002-2006 and in this capacity was the vice-president of the Standing Committee of Human Rights, Minority and Religious Affairs. The new department will work under State Secretary Mr Ferenc Gémesi, who is also responsible for policies connected to Hungarian minorities living abroad.
Press Rlease by the Office for National and Ethnic Minorities, Budapest, Hungary
20070129
Government Decree on the proprietorship of National Minority Self-governments
In line with Article 59/A of the Act on the Rights of National and Ethnic Minorties, a Government Decree adopted on 30 November 2006 orders that the buildings transferred to the thirteen national minority self-governments for free use in 1995, shall be passed into their proprietorship as a free one-off transfer of assets. In the past twelve years the Government did not only provid financial means for the operation of the national minority self-governments, but it also enabled them to use the premises of their headquarters free of charge. According to the newly adopted Government Decree, from the 1st of January 2007 the national minority self-governments can exercise the propriety rights of real estates the value of which amounts to circa HUF 1 billion.
Press Rlease by the Office for National and Ethnic Minorities, Budapest, Hungary
20070129
Prizes for Minorities awarded
Prime Minister Ferenc Gyurcsány delivered the 2006 Prizes for Minorities in the Parliament on 19 December 2006. State President László Sólyom, President of the Parliament Ms. Katalin Szili, and heads of several state run institutions and minority communities also attended the ceremony. In 1995, the Government of the Republic of Hungary, in harmony with its endeavour to develop and maintain a tolerant athmosphere toward minorities declared that henceforth 18 December, the day of the adoption of the UN Declaration on the Rights of Persons Belonging to National or Ethnic, Religious and Linguistic Minoroties, will be celebrated as the „Day of Minorities”. On this occasion, every year Prizes for Minorities are awarded to persons and institutions for their outstanding efforts made in the interests of national minorities in Hungary and Hungarians abroad. Among the fourteen persons awarded 2006 there were two desk officers in charge of minority issues at the office of the Bács-Kiskun County Assembly, the Head of the Croatian National Self-government, outstanding personalities from the Slovenian, Roma, Romanian, and Armenian communities, as well as a leader of a political party of the Hungarian community in Voivodine (Serbia), and a member of the Hungarian community in Croatia.
Press Rlease by the Office for National and Ethnic Minorities, Budapest, Hungary
20070129
Reorganisation of the governmental work aimed at the integration of the Roma
According to a recent decision of the Government, a new body named the Council of Roma Integration led by Péter Kiss, Minister for Social Affairs and Labour, will replace two, earlier existing bodies, namely the inter-ministerial committee on Roma issues, as well as the Roma Council. The mandate of the Council of Roma Integration will include expressing opinions on current issues, consultation rights, and the preparation of decision-making. The Council will be composed of delegates from the government, the President of the Roma National Self-government and seven representatives of the Roma community. These members of the Council will be appointed by Minister Péter Kiss. The minority ombusdman and the Head of the Authority of Equal Opportunities will be invited to all sessions of the Council.
Press Rlease by the Office for National and Ethnic Minorities, Budapest, Hungary
20070129
Festival of Minority Theatres
The festival of minority theatres will be organised between 2 and 9 February 2007 in two Budapest theatres. Sixteen theatre performances will be staged in ten minority languages by fifteen different minority theatres. The festival is organised under the auspices of the Public Foundation for National and Ethnic Minorities living in Hungary, with the professional assistance of the Office for National and Ethnic Minorities. The programme of the festival will end with a prize awarding ceremony.
Press Rlease by the Office for National and Ethnic Minorities, Budapest, Hungary
20070129
Bildungsfragen im Fokus des Bundesvorstandes der Sorben
Im Mittelpunkt der nächsten Tagung des Domowina-Bundesvorstandes stehen Bildungsfragen. Sie findet am 3. Februar ab 9 Uhr im Haus der Sorben in Bautzen, Postplatz 2, statt.
Eine Übersicht bisheriger Beschlüsse des Domowina-Bundesvorstandes zu diesem Thema wird Raphael Schäfer, Leiter des Witaj-Sprachzentrums, geben. Fabian Kaulfürst, Vorsitzender des Bildungsausschusses, informiert über die gemeinsame Tagung des Präsidiums und des Bildungsausschusses des Bundesvorstandes zu den Ergebnissen der bisherigen wissenschaftlichen Begleitung des Modellprojekts 2plus, die im Oktober 2006 stattgefunden hat. Der Begriff 2plus steht für das schulartübergreifende Konzept der zweisprachigen sorbisch-deutschen Schule. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt unter Federführung des Comenius-Instituts. Den aktuellen Stand der Konzeption "Unsere Schulen - Schulen fürs Leben", der von der gleichnamigen Initiativgruppe erarbeitet wird, stellt Manuela Schmole vor. Nach diesen Wortbeiträgen sind Anfragen, eine Diskussion und die Entscheidung über das weitere Vorgehen vorgesehen. Der Bundesvorstand tagt öffentlich, Interessenten sind herzlich willkommen.
Bärbel Felber, Pressesprecherin der Domowina - Bund Lausitzer Sorben e.V.
Póstowe naměsto/Postplatz 2, 02625 Bautzen / Budysin
Tel. 035 91-55 02 02 / Fax: 03591- 424 08
felber-pr-domowina@sorben.com
20070125
Friesen unterstützen Initiative “Wir sind Nordfriesland"
Friisk Foriining begrüßt überparteiliches Protestforum im Internet
Risum-Lindholm. Die Friisk Foriining lehnt die “von oben" verordnete Kreisgebietsreform in Schleswig-Holstein ab und fordert alle Nordfriesen auf, die überparteiliche Internet-Kampagne zur Erhaltung des Kreises Nordfriesland zu unterstützen. Nach dem Vorbild der Initiative aus dem südlichen Nachbarkreis “Wir sind Dithmarschen!" können sich Bürger und Bürgerinnen unter der Adresse “wir-sind-nordfriesland.de" mit ihrer Meinung zu Wort melden und ihre Stimme gegen die geplante Reform abgeben Jörgen Jensen Hahn, Vorsitzender der Friisk Foriining, sagt dazu: “Der 1970 geschaffene Kreis hat sich verwaltungstechnisch bewährt und gehört, was die Fläche angeht, zu den größten in der gesamten Bundesrepublik. Zudem entspricht er der historisch gewachsenen Identität der Bevölkerung und bildet die Verwaltungseinheit, die nicht zuletzt auch der friesischen Volksgruppe am besten dient."
20070125
Det sydslesvigske Samråd - Der Gemeinsame Rat der dänischen Minderheit - hat auf seiner Sitzung am 23. Januar 2007
nachstehende Resolution beschlossen:
Rechtliche und finanzielle Gleichstellung der Schulen
der dänischen Minderheit mit den öffentlichen Schulen
FLENSBURG. Der Gemeinsame Rat der dänischen Minderheit begrüßt die von der Landesregierung bei den Schülerkostensätzen vorgesehene Rückkehr zum Prinzip der finanziellen Gleichstellung der Schulen der dänischen Minderheit mit den öffentlichen Schulen. Dies ist Ausdruck einer verantwortungsbewussten Politik, die die besondere Verpflichtung des Landes Schleswig-Holstein zur Gleichstellung seiner Minderheiten anerkennt.
Der Gemeinsame Rat bedauert, dass der Bildungsausschuss des Landtages am 11. Januar den Gesetzentwurf des SSW zur rechtlichen Absicherung der Schülerbeförderung zu den dänischen Schulen abgelehnt hat. Die dänische Minderheit hat mit Blick auf die Lage des Landes bewusst eine zurückhaltende Forderung gestellt, die sich nicht zuerst auf die finanzielle Gleichstellung, sondern vielmehr auf eine rechtliche Absicherung der öffentlichen Zuschüsse für unsere Schülerbeförderung bezog. Damit erhalten unsere Schulen Planungs- und Rechtssicherheit. Diese Gewissheit über die grundlegenden Zuschüsse ist für den Dansk Skoleforening als Schulträger mit mehr als 5700 Schülern unerlässlich.
Der Gemeinsame Rat begrüßt den Vorschlag, die Kreiszuschüsse für die Schülerbeförderung zu den dänischen Schulen ab 2009 über den kommunalen Finanzausgleich abzusichern. Wir fordern die Landesregierung und alle Landtagsfraktionen auf, diese rechtliche Gleichstellung zügig umzusetzen.
Anne Kämper
Vorsitzende
20070124
Nachwuchsmesse am 28.01.2007 in Schmochtitz
"Rěče su kluče" / "Sprachen sind die Schlüssel"
Die 2. Nachwuchsmesse unter dem Motto "Rěče su kluče" / "Sprachen sind die Schlüssel", die am 28. Januar von 14 bis 17 Uhr im Bischof-Benno-Haus in Schmochtitz stattfindet, wendet sich vor allem an den sorbischen und Sorbisch lernenden Nachwuchs. Aufgezeigt werden insbesondere Berufsperspektiven in den Bereichen Medien, Bildung und Tourismus in der zweisprachigen Lausitz.
Die Informationsveranstaltung eröffnet der Vorsitzende der Domowina Jan Nuck. Danach haben Schüler und Jugendliche die Möglichkeit, mit den Ausstellern ins Gespräch zu kommen. Lars Neitzel von der Marketinggesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH referiert anschließend zu den Chancen mehrsprachigen Fachpersonales in der Euroregion Neisse. In der darauffolgenden Gesprächsrunde spricht Bogna Koreng (mdr) zu Berufen im Rundfunk und Fernsehen, den Berufsweg eines Lehrers stellt Dr. Jana Scholze vor. Den neusten Ausbildungsberuf im Tourismusbereich präsentiert die Gesellschaft für Aus- und Fortbildung Hoyerswerda. Für die künstlerische Unterhaltung sorgt der sorbische Liedermacher und Kabarettist Bernd Pittkunings.
Im Diskussionsforum stehen die Vertreter sorbischer Institutionen zum Bedarf an Fachpersonal in sorbischen Berufsbereichen Rede udn Antwort. Die Nachwuchsmesse organisieren die Domowina, das WITAJ-Sprachzentrum und der Sorbische Jugendverein PAWK. Der Eintritt ist frei. Alle Interessenten sind herzlich willkommen.
Kontakt: Katja Liznarjec/ Ließner Jugendkoordinatorin für das sorbische Siedlungsgebiet
Póstowe naměsto 2/ Postplatz 2 02625 Budysin/ Bautzen
T +49- (0)3591 - 550 209
F +49- (0)3591 - 424 08
E koordinatorka@serbja.info
E koordinatorka@pawk.de
20070110
Ministerpräsident Peter Harry Carstensen überreicht
Verdienstkreuz am Bande an Renate Schnack
KIEL. Für herausragendes ehrenamtliches Engagement sind Angelika Lange-Hitzbleck aus Raisdorf (Kreis Plön), Wolfgang Roggatz aus Hemmingstedt (Kreis Dithmarschen), Dr. Joachim Schwarz aus Großhansdorf (Kreis Stormarn) und Renate Schnack aus Braderup (Kreis Nordfriesland) vom Bundespräsidenten mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Ministerpräsident Peter Harry Carstensen überreichte die Auszeichnungen am Dienstag (9. Januar 2007) im Gästehaus der Landesregierung in Kiel.
Die Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen freut sich insbesondere über die Auszeichnung von Frau Renate Schnack.
Renate Schnack aus Braderup hat sich mehr als drei Jahrzehnte lang gesellschaftlich engagiert und vor allem Verdienste in der Minderheitenpolitik erworben. Besonders während ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit als Beauftragte für nationale Minderheiten und Volksgruppen, Grenzlandarbeit und Niederdeutsch der Ministerpräsidentin von 2000 bis 2005 hat sie entscheidende Impulse in diesem Bereich gegeben. Als "Botschafterin" der Minderheiten hat sie sich für deren Belange auch bei der Bundesregierung und auf europäischer Ebene eingesetzt.
In der Zusammenarbeit mit den Sinti und Roma setzte sie sich für ein Integrationsprojekt an Kieler Schulen zur Verbesserung der Bildungschancen von Sinti-Kindern sowie für ein Wohnprojekt ein, dem sie auch heute noch aktiv verbunden ist. Weiterhin hat sie an den Empfehlungen einer Arbeitsgruppe der Landesregierung und des Dänischen Schulvereins für Südschleswig zur Gleichstellung der dänischen Minderheitenschulen mit den öffentlichen Einrichtungen mitgewirkt. Belange der friesischen Volksgruppe und der deutschen Minderheit in Nordschleswig hat sie in den Gremien auf Landes- und Bundesebene vertreten. Darüber hinaus engagierte sie sich für das Niederdeutsche. Einen wichtigen Akzent setzte Renate Schnack durch die Initiative zur Gründung des "DialogForumNorden", in dem gemeinsame Interessen der Minderheiten beraten und deren Zusammenarbeit verbessert wurden.
Sie knüpfte Kontakte für die Minderheiten auch auf europäischer Ebene. Unter ihrem Vorsitz entwickelte sie den Beirat der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen (FUEV) zu einem beratenden Gremium von nationalen und regionalen Regierungsvertretern. Auf ihre Initiative hin entstand das Projekt "Cultures in Dialogue". Auch an den Vorbereitungen zu den Feierlichkeiten des 50-jährigen Bestehens der Bonn-Kopenhagener Erklärungen im März 2005 war sie beteiligt.
Renate Schnack unterstützt darüber hinaus seit über 30 Jahren Initiativen und Verbände und war seit Anfang der 90er Jahre auch kommunalpolitisch aktiv. Bis 1998 war sie Mitglied im Kreistag von Nordfriesland und vier Jahre lang Kreispräsidentin. Sie machte sich stark für den Erhalt der kulturellen Vielfalt, insbesondere für die Sprachenvielfalt, sowie für den Ausbau der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen Schleswig-Holstein und Dänemark. Außerdem engagierte sie sich in der Gemeinde Braderup vier Jahre als bürgerliches Mitglied des Sozialausschusses sowie sechs Jahre in der Gemeindevertretung.
Entnommen aus dem vollständigen Pressetext von: Dr. Christian Hauck, Rüdiger Ewald
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20070101
Ahmet Mete new mufti (Religious leader) of Ksanthi / Greece
The offical results of the mufti (Religious leader) elections in the Xanthi Prefecture of Greece were declared on 1st January 2007. The press conference organized by the Consultative Commitee of the Western Thrace Turks took place in the Komotini Turkish Youth Association.
The Head of the Consultative Committee of Western Thrace Turks and the elected mufti of Komotini, Mr. Ibrahim Serif declared the official results of the elections held in the first day of the »Kurban Festival« on 31st December 2006 before the Festival praying. In the elections 9554 people voted for the new mufti of Ksanthi in 83 mosques. Mr. Ahmet Mete got 5136 of the votes and Mr. Ahmet Hraloglu got 4418. According to the results the new elected mufti of Ksanthi is Mr. AHMET METE.
After the announcement of the results the elected mufti of Ksanthi Mr. Ahmet Mete, Mr. Ahmet Hraloglu, the vice-chairs of the Consultative Committee of Western Thrace Turks Mr. Ahmet Faikoglu and Mr. Ismail Rodoplu declared their opinions.
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